Um zu verstehen, welche Daten Dein iPhone sammelt, musst Du zunächst etwas über die vielen Möglichkeiten erfahren, wie ein iPhone Daten sammelt. Zunächst einmal ist da das iPhone-Betriebssystem selbst. iPhones sammeln ständig Daten über Deinen Standort, Dein Kaufverhalten und die von Dir genutzten Kanäle. Dein iPhone zeichnet alle Deine Transaktionen auf und kann sogar Anfragen zur Löschung Deines Accounts ablehnen. Wenn Du eine Apple ID erstellst oder mit einem iPhone interagierst, erteilst Du dem iPhone-Hersteller Apple die Erlaubnis, alle Arten von Daten zu sammeln - von Kontaktinformationen, Gerätetyp, Zahlungs- und Transaktionsdaten bis hin zu Standort-,  Fitness- und Finanzdaten. All diese Daten werden von Apple nicht verkauft, aber sie können für Marketing- und Forschungszwecke verwendet werden.  

Zweitens hast Du wahrscheinlich eine Reihe von Apps auf Deinem iPhone installiert (vorzugsweise über den App Store heruntergeladen), von denen die meisten versuchen, ebenfalls eine Fülle von persönlichen Daten zu sammeln. Apple hat jedoch in letzter Zeit viele benutzerfreundliche Funktionen eingeführt, mit denen Du die Verwendung Deiner Daten für alle Deine Apps überwachen und verwalten kannst.  

Wie kann ich überprüfen, welche Daten von meinem iPhone erfasst werden?

Um zu überprüfen, welche Daten von Deinem iPhone erfasst werden, gehe zum Bereich > Daten & Datenschutz und wähle "Daten verwalten".  

Standortdaten

Alle iPhone-Betriebssysteme verfolgen standardmäßig den Standort ihrer Benutzer, auch wenn diese die Standortdienste für bestimmte Apps deaktivieren. Wenn Du dies ändern möchtest, gehe zu "Einstellungen" > "Menü "Datenschutz" > "Datenschutz und Standortdienste". Auf diese Weise kannst Du die Weitergabe Deiner Standortdaten erfolgreich verhindern. Für eine optimale Benutzerfreundlichkeit innerhalb der Apps empfehlen wir jedoch, diese Option aktiviert zu lassen, insbesondere wenn die Apps Deinen Standort benötigt, um ordnungsgemäß zu funktionieren (z. B. Apple Maps). Für diese Apps empfehlen wir Dir, den Modus "bei Verwendung" zu aktivieren. Für andere, unwichtigere Apps empfehlen wir, den Status auf "nie" zu setzen.

Tracking

Auf der neuen Registerkarte > Tracking > kannst Du außerdem sehen, welche Apps die Erlaubnis haben, Dich zu verfolgen. Am einfachsten ist es, wenn Du alle Tracking-Anfragen standardmäßig deaktivierst (siehe oberer Abschnitt). Schalte dazu einfach den Kippschalter aus.  

Wir empfehlen Dir, diese Abschnitte regelmäßig zu überprüfen, um festzustellen, ob Du versehentlich Änderungen vorgenommen hast, oder ob noch alles nach Deinen Vorgaben ist.

Woher weiß man, dass man einer App mit seinen Daten vertrauen kann?

Die meisten App-Hersteller informieren ihre Nutzer nicht ausreichend darüber, welche Art von Daten sie von ihnen sammeln und wie sie diese verarbeiten. Dies ist der Hauptgrund, warum die Nutzer ihr Bewusstsein als Waffe für den Datenschutz einsetzen sollten. Wähle immer ein Unternehmen, das transparent darüber informiert, welche Daten es sammelt und wie es diese verarbeitet, und das einen gewissen Gegenwert bietet. Vermeide Unternehmen, die ihre Kunden nicht über die von ihnen gesammelten Daten informieren und ihren Kunden keinen Mehrwert bieten können.  

Bitte bedenke jedoch, dass jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, anfällig für eine Sicherheitsverletzung seiner Datenbank ist, die jederzeit in der Zukunft auftreten kann. Solange Deine Daten auf den Servern eines Unternehmens gespeichert sind, sind sie nicht davor sicher, dass sie nach außen dringen und früher oder später in die Hände einer böswilligen Organisation gelangen. Um die Dinge ins rechte Licht zu rücken: Allein im Jahr 2018 wurden 46 % der US-Unternehmen Opfer einer Datenpanne.

Worauf ist in den Datenschutzbestimmungen einer App zu achten?

Eine gute Datenschutzerklärung gibt in einfacher Sprache an, wie eine Website oder ein Unternehmen Deine personenbezogenen Daten sammelt, verarbeitet und weitergibt. Ein Unternehmen sollte seine Nutzer auch darüber informieren, welche Art von personenbezogenen Daten es sammelt. Es kannst zum Beispiel Deinen Namen, Standort, E-Mail-Adresse und sogar Deine Kreditkartennummer erfassen. Eine gute Datenschutzrichtlinie sollte Einzelheiten darüber enthalten, wie ein Unternehmen Deine persönlichen Daten verwendet und schützt. Die wichtigsten Punkte in jeder Datenschutzrichtlinie sind:

  • Werden Deine Daten an Dritte weitergeben? Prüfe, ob Du einen gewissen Spielraum hast, um zu verhindern, dass der App-/Dienstanbieter Deine Daten an Dritte verkauft.
  • Wirst Du über etwaige Änderungen der Richtlinien informiert? Als Verbraucher hast Du ein Recht darauf, zu erfahren, wenn der Dienst oder der App-Entwickler von einem anderen Unternehmen aufgekauft wird oder wenn dieses Unternehmen Änderungen an den Richtlinien vornimmt.  
  • Werden Deine Daten nach einer bestimmten Zeitspanne gelöscht? Die meisten Dienste bewahren Deine Daten für einen bestimmten Zeitraum auf. Aber was passiert mit ihnen, wenn Du Dein Konto kündigst oder deaktivierst?
  • Welche Art von Informationen werden gesammelt? Gib so wenig Informationen wie möglich über Dich selbst an. Die erforderlichen Felder sind in der Regel mit einem Sternchen gekennzeichnet. Gib bitte nur das an, was erforderlich ist.
  • Verwenden sie Secure Socket Layers (SSL)? SSL ist ein Industriestandard für den Schutz personenbezogener Daten. Es bedeutet, dass Deine Daten in einem verschlüsselten Format übertragen werden und während der Übertragung nicht von Dritten gelesen werden können.